0

Neue Beiträge werden geladen

Okt
11
2018

Marie-Theres Arnbom präsentiert »Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt«

Event-Datum: 14.11.2018

Wien, März 1938. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bringt für die Volksoper gravierende Veränderungen mit sich: Die Direktoren Jean Ernest und Alexander Kowalewski werden sofort ausgetauscht, Entlassungen auf allen Ebenen des Hauses folgen, von Opernsängerinnen und -sängern über Dirigenten, Orchestermusiker und Librettisten bis hin zum Theaterarzt.

Anhand von ausgewählten Künstlern wie der Sopranistin Ada Hecht, dem Cellisten Franz Ippisch oder dem Dirigenten Kurt Herbert Adler erzählt Marie-Theres Arnbom vom Schicksal jener, die aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln oder ihrer politischen Einstellung verfolgt wurden. Als roter Faden dient die letzte Produktion vor der Machtübernahme, Gruß und Kuß aus der Wachau, komponiert von Jara Beneš, getextet von Hugo Wiener und Kurt Breuer, mit Gesangstexten von Fritz Löhner-Beda.

Auf Basis von bisher unbekannten Archivbeständen, Lebenserinnerungen und Gesprächen mit Nachkommen skizziert die Autorin den Lebensweg der Vertriebenen in der Emigration. Einige konnten sich erfolgreich neue Existenzen aufbauen, manche fanden in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten den Tod. Die meisten sind vergessen. Ihnen wird nun ihre Geschichte zurückgegeben.

Marie-Theres Arnbom im Gespräch mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Johanna Arrouas und Michael Havlicek sorgen für musikalische Untermalung und singen Ausschnitte aus der Operette »Gruß und Kuss aus der Wachau« von Jara Benes, Klaus Busch begleitet am Klavier.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Volksopern Reihe »Heute im Foyer …« statt, Karten sind ab 1. Oktober hier erhältlich. 

 

14.11.2018 – 19.30 Uhr 

Volksoper Wien
Währinger Straße 78
1090 Wien